Reise in den Attergau

Veröffentlicht am 19.08.2013 in Veranstaltungen
 

Reise in den Attergau:

Vom 16. Bis 18. August 2013 hatte der SPD-Ortsverein Maroldsweisach eingeladen zu einer Reise in den Attergau. Altbürgermeister Ottomar Welz hatte in bewährter Weise Zusammen mit der Firma Schnabel  die Fahrt vorbereitet und die Organisation übernommen. Auf der Raststätte Jura fand  eine Frühstücksrast aus dem Kofferraum des Omnibusses statt. Dann ging es weiter zur Mittagseinkehr im Gasthaus Mayrbräu in Braunau am Inn.  Der schattige Innenhof mit seinem romantischen Ambiente und die österreichische Küche waren eine gute Einstimmung auf die Region Salzkammergut.

Das nächste Ziel war die Privat-Käserei Höflmaier in Kerschham. Dort empfing uns der Seniorchef und berichtete zunächst über die Geschichte des Käsereimuseums. Dann führte er die Gruppe in die ehemalige Wirtsstube. Hier hatte auch schon der ehemalige Bundespräsident Scheel gefeiert, der nicht weit von Lochen entfernt ein Haus besitzt. Dann wurden die übrigen Räume des Museums besichtigt, wo man sehen kann, wie in früheren Zeiten Käse hergestellt wurde. Mit Werkzeugen  aus der Anfangszeit der Käserei Höflmaier, als der Großvater des heutigen Betriebsinhabers  begann, in dem Haus, das heute das Museum beherbergt, Käse herzustellen. Neben den alten Gerätschaften gibt diese Ausstellung Einblick in die gute Tradition der Käseherstellung, wie sie in der Privatkäserei Höflmaier heute noch ausgeübt wird. Auch eine Jagdausstellung befindet sich im Haus.

Im Saal des Museums im ersten Stock erwartete die Gruppe noch eine besondere Überraschung:  Auf den Tischen war schon für jeden ein Glas Obstler eingeschenkt.  Seniorchef Höflmaier las aus seinem Buch „Lustige Geschichten“ vor unter dem Motto:  „Mit Humor ins Jenseits;  Heiteres und Besinnliches“. Ein Reim hing an der Wand: „Boxen war mein Lieblingssport, hab einmal hier geboxt und einmal dort, oftmals bin ich Sieger geblieben, nun könnt ihr zählen bis neun ich bleibe liegen.“ Zwischen den Lesungen wurde gesungen. Einige Male  sang die Ehefrau Höflmaier solo österreichische Volkslieder, dann sang auch die Gruppe. Bezugnehmend auf den Besuch des ehemaligen Bundespräsidenten Scheel im  Hause begann es natürlich mit dem Lied „Hoch auf dem gelben Wagen …“. Weitere gemeinsame Lieder waren „Wahre Freundschaft soll nicht wanken“ und das „Frankenlied“. Anschließend gab es in der modernen Käserei  eine Käseverkostung und man konnte dem Käsemeister Josef Höflmaier jun. bei der Herstellung feiner Käse über die Schultern schauen und sehen, wie aus der Milch von Bauern aus der Umgebung bester Käse erzeugt wird. Damit Tilsiter, Emmentaler, Bergkäse und Wiesenkäse, Butter, Joghurt  und Butterschmalz so natürlich und gut schmecken wie schon zu Großvaters Zeiten, wird Wert gelegt auf reine, natürliche Rohprodukte. Viele nutzten den angebotenen Service und kauften Käse ein, der dann von der Käserei in die Kühlung  des Hotels gebracht wurde, um den Einkauf auch sicher nach Hause zu bringen.

Dann ging es weiter zum Hotel BAUMANN in Hipping mit herrlichem Panoramablick auf die Alpen der  Ferienregion Attersee. Nach dem Abendessen klang mit einer Video-Filmvorführung über  das Salzkammergut und gemütlichem Beisammensein der Tag aus.

Am Samstag spazierte die Gruppe nach dem Früfstücksbuffet zur Bahnstation Hipping. Mit der Bahn ging es dann nach Attersee am Attersee. Mit dem Motorschiff „Unterach“ der „Stern & Hafferl Verkehrsgesellschaft“ schloss sich eine Schiffsrundfahrt über den nördlichen Attersee an. Der sog. Nordkurs führte von Attersee aus nach Weyregg, über Kammer (Schloss Kammer), Seewalchen wieder zurück nach Attersee und mit der Bahn wieder  nach Hipping. Von  dort ging es mit dem Reisebus weiter nach Kogl zum „Spitzerwirt“ zur Mittagseinkehr. Dann ging die Fahrt weiter nach  Frankenmarkt zur Schokoladenmanufaktur FRUCHT UND SINNE. Das Ehepaar Kibler  führte in zwei Gruppen durch ihren Betrieb, der gleichsam das zweite Standbein der landwirtschaftlichen Betriebe der Familie darstellt. Die Besonderheit der Schokoladenmanufaktur „Frucht & Sinne“ ist die Gefriertrocknung einheimischer Früchte wie Erdbeeren, Himbeeren, Zwetschgen, Mirabellen, Äpfel und sogar grüner Spargel.  Die Rohschokolade wird aus Belgien bezogen. Aus ihr und den  hochwertigen Trockenfrüchten werden Fruchtschokolade und  Fruchtpralinen hergestellt.  Eine Verkostung der verschiedenen Produkte überzeugte, so dass sich die meisten mit Mitbringsel  eindeckten.  Der Abend klang dann wieder aus im Hotel Baumann. Der herrliche Sommerabend lud zum Verweilen auf der Terrasse des Hotels  mit dem Blick auf die Berge ein.

Am Sonntag ging es dann auf der Autobahn am Ufer des Mondsees vorbei nach Salzburg. Hier war ein freier Besichtigungsaufenthalt vorgesehen. Das herrliche Sonnenscheinwetter lud  viele ein zu einer Sightseeing-Tour durch die Altstadt. Auf der  Fiakerrundfahrt kann man mit zwei Pferdestärken völlig stressfrei die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Mozartstadt entdecken: die Kutscher erzählen dazu kleine Anekdoten und erläutern alle wichtigen Informationen und Fakten zur Stadt.  Die zahlreichen Cafe-Lokale wie das Cafe Tomaselli oder Cafe Fürst laden ein zum Verweilen, Genießen und Schauen. So verging die Zeit wie im Flug und allen war klar: Salzburg ist immer wieder einen Besuch wert.

Die vorgesehene Rückfahrtroute über München hätte einen 60 km langen Stau beinhaltet, so dass der Busfahrer es vorzog, über Burghausen, Deggendorf, Regensburg  zu fahren. Mit einem Stopp an  der Raststation Bayrischer Wald Nord ging es zurück und zur Abendeinkehr im Gasthaus SCHLOSSBRÄU in Reckendorf, wo auch wieder heimische Gerichte und Getränke schmeckten.

Susanne Kastner bedankte sich als Vorsitzende des  SPD-Ortsvereins Maroldsweisach bei allen Teilnehmern der Fahrt und lud sie ein, auch künftig sich an den angebotenen Fahrten und Ausflügen  zu beteiligen. Ihr besonderer Dank galt Ottomar Welz für die umsichtige Organisation der Fahrt und dann natürlich auch dem Busfahrer, dem sie das eingesammelte Trinkgeld der Reisegruppe überreichte.

hk