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SPD Ortsverein Maroldsweisach.

Veröffentlicht am 19.03.2020

Pressebericht zum Politischen Aschermittwoch des SPD-Ortsvereins Maroldsweisach:

„Keine typische Aschermittwochsrede – oder vielleicht doch?!“

Traditionell hatte der SPD-Ortsverein Maroldsweisach zum Politischen Aschermittwoch mit Fischessen am 26.02.2020 in die Brauereigaststätte Hartleb eingeladen. Susanne Kastner, Vorsitzende des Ortsvereins, freute sich zahlreiche Gäste begrüßen zu können und fing bei den ältesten an: Altbürgermeister Ottomar Welz und Altbürgermeister Werner Thein. Dann begrüßte Kastner die Redner des Abends in der Reihenfolge der angekündigten Redebeiträge: den Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Bad Kissingen Kay Blankenburg, den Landratskandidaten Wolfgang Brühl und Bürgermeister und Bürgermeisterkandidat Wolfram Thein. Besonders bedankte sich Susanne Kastner bei Anja Blankenburg, die für ihren Ehemann Taxi-Dienst an diesem Abend übernommen hatte. Anja Blankenburg kommentierte schlagfertig: bei dem derzeitigen ÖPNV zwischen Bad Kissingen und Maroldsweisach hätten sie anders den heutigen Termin nicht geschafft und weil das Flugtaxi bereits von Dorothea Bär beansprucht wurde, blieb ihr nicht anderes übrig, als selbst zu fahren.

Susanne Kastner stellte fest, dass der Aschermittwoch in diesem Jahre auch gekennzeichnet sei  durch die bevorstehenden Kommunalwahlen und so müsse sie kurz eingehen auf die Wahlversammlung der CSU: obwohl die Bürgermeisterkandidatin nicht müde wurde ihre Ehrlichkeit zu betonen, wurde gleich anschließend durch Landrat Wilhelm Schneider eine Klarstellung zur Kenntnis gebracht, wer für die Verzögerung der Baugenehmigung des geplanten Netto-Marktes in Maroldsweisach verantwortlich war: nicht der Landrat des Landkreises Haßberge oder der CSU Ortsverband Maroldsweisach hätten aus wahltaktischen Gründen den Bau verhindert, sondern … Und dann wurden mehrere Fristverlängerungsanträge zur Vorlage fehlender Unterlagen aufgelistet, die der Antragssteller an das Landratsamt gesandt hatte. Versäumt wurde dabei allerdings darauf hinzuweisen, wer der Antragssteller war: eben nicht die Kommune sondern der Investor, der sicher mit Recht das nachträgliche Fordern von Bauunterlagen und die 5-stelligen Kosten für das Immissionsgutachten prüfen musste. – Heidi Müller-Gärtner hätte hier durchaus aufklären können, was aber bis heute auch auf der Facebook-Seite des CSU-Ortsverbandes nicht geschehen ist. Teilnehmer der Versammlung am Aschermittwoch konnten aus eigener Erfahrung berichten, dass die Baugenehmigungsverfahren im Landratsamt Haßberge im Vergleich zu anderen Landkreisen sehr langwierig sind.

Kay Blankenburg leitete seinen Redebeitrag ein, dass er nicht eine typische Aschermittwochsrede halten wolle – oder vielleicht doch?! Er verwies auf die gute wirtschaftliche Situation in Deutschland, aber die Menschen haben das Gefühl, es gehe nicht gerecht zu. Gerechtigkeit sei das Ur-Thema der SPD. Kay Blankenburg nannte einige Beispiele, wo man dieses Ziel verfolgt hat: den Mindestlohn, den Arbeitslohn, die dualen Beiträge bei der gesetzlichen Krankenkasse, wo der nächste Schritt die Bürgerversicherung wäre, die schon in den Verhandlungen zur GroKo hätte eingebracht werden müssen. Als Beispiele für die gefühlte Ungerechtigkeit nannte Blankenburg Bauleitplanungen und Genehmigungsverfahren, die Leitlinien für Harz IV und das Asylbewerber Leistungsgesetz, das angewendet wird, auch wenn Flüchtlinge keinen Nachweis über ihren Personenstand erbringen können. Warum werden Cum-Ex-Geschäfte nicht besteuert und bei Wertpapier-Spekulationen Steuervorteile gegeben?

Als Oberbürgermeister zählte Kay Blankenburg Beispiele auf, die die Kommunen betreffen:

  1. In Bad Kissingen hätte die Stadt durch Straßenausbaubeiträge 2,5 Millionen Euro erwarten können, stattdessen erhält sie als Entschädigungsleistung vom Staat 200.000 Euro. Die Stadt müsste den Fehlbetrag über die Grundsteuer u.a. ausgleichen. Hier müssen Freistaat und Bund dafür sorgen, dass alle Straßen ausgebaut werden können.
  2. Kinder-Tagesplätze sollen für alle angeboten werden. Dann muss auch der staatliche Zuschuss entsprechend angehoben werden oder die Kommune erhält die Möglichkeit, die Aufnahme der Kinder nach Bedarfslage der Eltern zu staffeln: bevorzugt für die allein erziehende Mutter, damit sie für den Unterhalt sorgen kann, statt für die Mutter, die freie Zeit für ihr Golfspielen fordert.
  3. Die Generalverantwortung bei Vereinen: der Vereinsvorstand haftet genauso für die Einhaltung der Vorschriften und Verordnungen wie McDonald. Vereinsfeste sind auf die selbst gebackenen Kuchen angewiesen, die Forderung der Inhaltsangaben ist nicht gerechtfertigt.
  4. Beim ÖPNV wird Geld falsch ausgegeben, wenn in München Millionen für eine 2.Stammstrecke der U-Bahn ausgegeben werden, um weitere teure Bauplätze zu erschließen und bei uns die Lichter ausgehen.
  5. Die Schulwegefreiheit endet mit der 10.Klasse. Stattdessen fahren dann 50 junge Leute mit dem Moped zur Erhöhung des CO2-Ausstosses.
  6. Zur Verteilungsgerechtigkeit wies Blankenburg auf den mangelnden Netzausbau hin. Schnelles Internet gehöre zur Daseinsvorsorge. Auch Schulen sind darauf angewiesen. Wenn private Anbieter dazu nicht in der Lage sind, muss der Staat dafür sorgen.

Das gelte auch für die Wohnsituation. Der Staat hat tausende Wohnungen verkauft. Die Kommunen brauchen dieses Geld, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Schließlich ging Kay Blankenburg auf das Wahlergebnis in Thüringen ein und stellte die Frage: Was hat sich die CDU dabei gedacht? Blankenburg befürchtet, dass wir die Demokratie kaputt-machen. Was die Bundeskanzlerin gefordert hat mit der Rücknahme des Wahlergebnisses war ein Angriff auf den Föderalismus. Sind das die stabilen Verhältnisse in der CDU, ist das konsequente Politik?

Nach dem Rücktritt von AKK habe er in einem Privatfernsehen ein Foto von ihren möglichen Nachfolgern gesehen. Darunter lief ein Textband mit der Ankündigung eines Filmes: „Die Untoten kehren zurück.“ Friedrich Merz sei bekannt für seine Steuerpläne, wonach man künftig die Steuerklärung auf einem Bierdeckel unterbringen könne. Er stellt fest, dass er mit einem Jahreseinkommen von 1 Million Euro zur „gehobenen Mittelschicht“ gehöre. Wozu gehört dann der, der mit seiner Arbeit einen Jahresverdienst von 40.000 Euro verdient? Steueränderungen werden unter einem Bundeskanzler Merz nicht gesichtet!

Kay Blankenburg appellierte an alle: leben wir die Werte unseres Grundgesetzes, leben wir Respekt vor den Wählern, grenzen wir Parteien nicht aus, weil wir ihnen sonst eine Sonderstellung geben; streiten wir für mehr Gerechtigkeit. Deutschland hat mehr verdient und zu bieten: das ist die SPD und das gute fränkische Bier!

Wolfgang Brühl stellte sich als Landratskandidat vor mit seinem 10-Punkte Programm, das er auf einem Bierdeckel aufgeschrieben hatte: Dazu gehören das Gesundheitswesen als Daseinsvorsorge. Bayern ist das einzige Bundesland, das die Förderung von Kurzzeitpflege und Tagespflege in kleineren Krankenhäusern nicht umsetzt. Zur Sicherung der Hausärzteversorgung gehöre auch eine ansprechende Infrastruktur. Mobilitätsangebote müssen koordiniert und vernetzt werden. Viele notwendige Einrichtungen und Angebote können nur mit interkommunaler Zusammenarbeit verwirklicht werden, wobei dem Landrat die Aufgabe der Koordination zu falle.

Wolfram Thein ging kurz auf die bevorstehende Kommunalwahl ein und nannte einige Erfolge der letzten 6 Jahre: den Breitbandausbau mit 1,5 Millionen Euro, die Unterbringung und Begleitung der zugewiesenen Asylbewerber, die Zusammenarbeit mit den Gemeindeallianzen Baunach und Hofheimer Land, die Vorarbeiten für die Errichtung einer Tankstelle und eines Einkaufmarktes im neugeschaffenem Gewerbegebiet. Ein Hinweis auf den Investitionshaushalt seiner Amtszeit mit 16 Millionen Euro, das sind 55% Steigerung zu den Vorjahren, sowie die umgesetzten Förderprogramme mit 3,6 Millionen Euro, belegt die erfolgreiche Arbeit in der Kommune.

Susanne Kastner bedankte sich für die vielen Informationen und lud die Anwesenden zu Diskussionsbeiträgen ein. Die mangelnde Bürgernähe und die langen Genehmigungsverfahren der Kreisverwaltung war immer wieder ein Kritikpunkt.

hk

Veröffentlicht am 27.02.2020

Bericht über die Jahreshauptversammlung/Generalversammlung des SPD-Ortsverein Maroldsweisach am 06.01.2020

Traditionell fand am 6.Januar 2020 die Generalversammlung des SPD-Ortsvereins Maroldsweisach in der Brauerei-Gaststätte Hartleb statt. Die erste Vorsitzende Susanne Kastner begrüßte zunächst die Gäste und Mitglieder und wünschte allen ein friedliches 2020. Ihr besonderer Gruß galt dem Landratskandidaten Wolfgang Brühl, Bürgermeister Wolfram Thein und den neuen Kandidaten für die bevorstehende Kommunalwahl.

Marianne Conradi verlas stellvertretend für die erkrankte Schriftführerin Birgid Knöchel das Jahresprotokoll von 2019.

Bei der anschließenden Totenehrung wurde den 2019 verstorbenen Mitgliedern gedacht: Günter Otto, Walter Wecker, Adelheid Häfner, Marga Renner und Friedrich Schubert. Anschließend trug Susanne Kastner ihren Rechenschaftsbericht für 2019 vor. Sie konnte mit einer guten Nachricht beginnen: neben dem Verlust von 5 verstorbenen Mitgliedern konnten auch zwei neue Mitglieder gewonnen werden: Georg Ankenbrand aus Altenstein und Christian Raehse aus Birkenfeld. Susanne Kastner freute sich darüber sehr, weil beide auch auf der Kommunalwahlliste kandidieren.

Rückblickend zählte Kastner die Veranstaltungen des vergangenem Jahr 2019 auf: Es fanden 7 Vorstandssitzungen statt. Die Veranstaltungsreihe begann am Aschermittwoch mit MdL Klaus Adelt, der es wie kein zweiter versteht, Politik den Menschen nahe zu bringen. Am 06.03. erfolgte eine Ortsbegehung in Hafenpreppach nach dem Motto „SPD vor Ort“. – „Nach wie vor wollen wir nahe beim Bürger sein“ kommentierte Kastner und kündigte an, auch in Zukunft in den Ortsteilen die Begegnungsreihe fortzusetzen. Am 26.April stellte sich Wolfram Thein auf einer Pressekonferenz wieder als Bürgermeisterkandidat vor. Bei der Mitgliederversammlung am 10.05. wurden die Delegierten für die Kommunalwahl gewählt. Am 12.05. beteiligte sich der Ortsverein am Musikfestival Hofheimer Land mit der Cafeteria. Am 23.Juni fand eine Wahlkundgebung zur Europawahl mit Kerstin Westphal statt. Die Teilnahme am Bauernmarkt mit der „Sau am Spieß“ ist schon Tradition. Der Tagesausflug am 21.09. nach Fulda und in die Rhön war auch wegen des schönen Wetters und des sachkundigen Busfahrers ein voller Erfolg. Da kann ich nur sagen: wenn Engel reisen lacht der Himmel – meinte Susanne Kastner.

Die Urwahl zum Parteivorsitz hat in den Vorstandsitzungen viel Diskussionen eingebracht. Ein Hauptpunkt aber waren die Vorbereitungen für die Liste zur Kommunalwahl. Das ist jedes Mal ein Kraftakt für alle Verantwortlichen. Aber, so stellte Kastner fest: „Wir haben eine Super Liste und was mich besonders freut, wir haben mit dieser Liste den Generationenwechsel geschafft.“ Das sei nicht selbstverständlich und sie danke allen Beteiligten für ihren Einsatz. Auch auf der Kreistagsliste habe die SPD wieder gute Kandidaten und auch da sorgt ein junger Kandidat aus Ditterswind, René Schübel, für den Generationswechsel. Nun gelte es im begonnenen neuen Jahr die Wahlauseinandersetzung ernst zu nehmen und mit Zuversicht und Sachkenntnis die Menschen zu überzeugen. „Das gelingt uns, da bin ich ganz sicher, damit wir im März wieder unseren bewährten Bürgermeister Wolfram Thein und eine gute Mannschaft im Gemeinderat haben.“ – schloss Susanne Kastner und zitierte Willi Brandt: „Es ist wichtiger etwas im Kleinen zu tun, als im Großen darüber zu reden.“

Nach dem Kassenbericht von Werner Thein und dem Bericht der Revisoren Marianne Conradi und Willi Thema, konnte der Vorstandschaft Entlastung erteilt werden.

Die anschließenden Neuwahlen bestätigten Susanne Kastner einstimmig als 1. Vorsitzende, stellvertretende Vorsitzende sind Doreen Büschel und Wolfgang Harnauer. Als Kassier wurde Werner Thein gewählt, als Revisoren Peter Ehrhardt und Marianne Conradi. Als Schriftführerin wurde Birgid Knöchel wieder gewählt. Frauenbeauftragte ist Doris Pressel, Jugendbeauftragter Christian Raehse und Stellvertreter Tobias Ankenbrand. Zu Beisitzern wurden gewählt: Georg Ankenbrand, Hanne Bornkessel, Thomas Büchner, Erika Büschel, Erhard Helmreich, Helmut Kastner, Hedwig Renz, Robert Renz, Ria Thein, Willi Thema.

Kooptierte Mitglieder sind die Gemeinderäte, derzeit: Helmut Berwind Gerhard Gagel, Gunther Hartleb, Günter Reß, Wilfried Wolfsberger und Bürgermeister Wolfram Thein.

Landratskandidat Wolfgang Brühl dankte für die Einladung und stellte sich kurz vor. Er war in seinen 13 Jahren als Kreisvorsitzender der SPD mehrfach in Maroldsweisach. Er stammt aus Eltmann und ist aktuell 51 Jahre alt und ist hauptberuflich tätig im Kreisverband des Roten Kreuzes und mit 50% Ausbildungsleiter. Seit 12 Jahren ist er Mitglied des Kreistages, z.Zt. im Kreisausschuss und im Krankenhaus-Ausschuss. Als Landrat kandidiere er, weil es ohne Auswahl keine echte Wahl gäbe. Als seine Ziele für den Landkreis Haßberge nannte er eine unterschwellige Krankenhausversorgung. Als Notfallsanitäter habe er es erlebt, wie die großen Krankenhäuser in Bamberg und Schweinfurt keine Patienten aufnehmen konnten, weil sie wegen Pflegepersonalmangel Pflegebetten abgemeldet haben. Daher sei es dringend notwendig im Landkreis die vorhandene Bettenkapazität zu erhalten. Dazu müsse dringend ein entsprechendes Zukunftsmodell entwickelt werden. Auch wenn die KVB eigentlich für die Versorgung zuständig sei, müsse man im Landkreis die notwendige Infrastruktur vorhalten. Es genüge nicht teure Gutachten und Studien in Auftrag zu geben, die nicht umgesetzt werden. Der Landkreis müsse bei der notwendigen interkommunalen Zusammenarbeit Koordinationsarbeit leisten. Als Beispiele nannte Brühl die Mobilitätsmöglichkeiten, die durch die Erstellung einer entsprechenden App von den Smartphones abgerufen werden könnte. Als Vorbild verwies er auf den Landkreis Wunsiedel, der eine vergleichbare Infrastruktur habe und wo bereits erste Schritte unternommen würden. Der Landkreis-Chef müsse dabei Initiator und Koordinator sein. Auch für die Umsetzung erneuerbarer Energie gäbe es in der Gesellschaft zu wenig Umsetzung. Diese müsse neu belebt werden, um eine ausgeglichene Energieversorgung zu erreichen. Im Blick auf zunehmende Umweltkatastrophen müsse man sich auf unvorhergesehene Ereignisse vorbereiten durch bestmögliche Vorsorge. Brühl forderte eine netzunabhängige Koordination von Feuerwehr, THW, Rotes Kreuz.

Viele bürgernahe Einrichtungen können von einzelnen Kommunen alleine nicht geleistet werden, wie z.B. ein Hallenschwimmbad im Maintal. Um sich zukunftsfähig aufzustellen müsse die interkommunale Zusammenarbeit vom Landkreis koordiniert werden.

Wolfram Thein konnte sich nach 6-jähriger Zusammenarbeit im Kreistag diesen Anliegen voll anschließen. Die Verschuldung des Landkreises werde zur Hälfte durch die Haßberg-Kliniken verursacht und der Schuldenberg wachse weiter.  Hier sei Fachwissen gefragt und es seien dringen neu Köpfe nötig. Er selber wolle gerne das Amt des Bürgermeisters fortsetzen und dabei auf Erfahrung setzen. Er zählte kurz einige Erfolge seiner Amtsperiode auf wie den gelungenen Breitbandausbau, den Abriss der alten Schule in Pfaffendorf nach 30 Jahren vergeblichen Ansätzen im Gemeinderat. Der dort errichtete Spielplatz wird gut angenommen. Weitere Erfolge waren die Vermittlung bei der Nachnutzung von Schloss Ditterswind und die Vermarktung vom Hafenpreppacher Schloss, die Dorferneuerungsmaßnahmen in vielen der 17 Gemeindeteilen, der Tourismusmagnet „Deutscher Burgenwinkel“. Er wolle auch in Zukunft die Gemeinde voranbringen und lud alle ein, an der Wahlwerbung sich zu beteiligen. 

Nach lebhafter Diskussion bedankte sich Susanne Kastner für die Redebeiträge und schloss die offizielle Veranstaltung. Sie verwies auf die Möglichkeit, die Gespräche bei der sich anschließenden „fränkischen Brotzeit“ an den Tischen fortzusetzen.

hk

Veröffentlicht am 07.01.2020

Gemeinderats-Kandidaten

Nominierungsversammlung des SPD-Ortsverein Maroldsweisach für die Kommunalwahl 2020

Die Nominierungsversammlung der Liste der SPD mit Bürgermeister-Kandidat fand am Freitag, den 22.11.2019 in der Brauereigaststätte Hartleb in Maroldsweisach statt. Die Ortsvereinsvorsitzende Susanne Kastner konnte eingangs neben den zahlreichen Mitgliedern auch befreundete politische Gäste begrüßen: MdB Sabine Dittmar, Landratskandidat Wolfgang Brühl, Kreisvorsitzende Johanna Bamberg-Reinwand und Bürgermeister Helmut Dietz aus Untermertzbach.

Zunächst stand auf der Tagesordnung der Nominierungsversammlung für die Gemeinderatskandidaten und Bürgermeister-Kandidat die Wahl der Versammlungsleitung und der Wahl- und Zählkommission. Susanne Kastner wurde mit der Versammlungsleitung beauftragt und bat die Gäste um ihr Grußwort.

Sabine Dittmar erinnerte an die Erfolge der SPD in der GroKo, u.a. die Grundrente, der Mindestlohn und die soziale Absicherung z.B. der Paketboten, die Entlastung der pflegenden Angehörigen. Sie forderte zu einem respektvolleren Umgang innerhalb der Gesellschaft auf und nicht immer erst das Haar in der Suppe zu suchen. Vielmehr sei es nötig, selbstbewusster die Erfolge herauszustellen und bekannt zu machen. Sie mahnte die Loyalität an bei dem bevorstehenden Wahlergebnis des Vorstandsteams der Bundes-SPD. Die Halbzeitbilanz für die Umsetzung des Koalitionsvertrages sieht Sabine Dittmar positiv. Auch wenn sie nicht an ihrem Posten als Abgeordnete hänge sei sie gerne für die Region tätig und möchte diese auch weiter in Berlin vertreten. Sie verwies auf die gute Zusammenarbeit mit Bürgermeister Wolfram Thein, und freue sich, wenn diese fortgesetzt werden kann.

Landratskandidat Wolfgang Brühl schloss sich in seinem Grußwort den Ausführungen von Sabine Dittmar an und benannte einige Anliegen für seine Kandidatur: die Gesundheitsversorgung durch eine vernünftige Struktur der Haßberg-Kliniken, die Sicherung der ärztlichen Versorgung auf dem Land, wozu eben auch eine entsprechende Infrastruktur gehöre. Er stellte kurz seine Pläne eines Wohnparks vor mit dem Ziel altersgerechtes Wohnen zu ermöglichen mit dem Angebot umfassender Infrastruktur. Auch sei es sein Ziel, die Umwelttechnologie zu fördern.

SPD-Kreisvorsitzende Johanna Bamberg-Reinwand freute sich wieder einmal die „Rote Insel Maroldsweisach in der schwarzen Brandung“ zu besuchen, wo sie auch vor einem halben Jahr bei der Kreisversammlung im Hartleb-Saal gewählt wurde. Sie versicherte dem Ortsverein ihre Unterstützung zu.

3.Bürgermeister Gunther Hartleb schlug der Versammlung als Bürgermeister-Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 Wolfram Thein vor, der bisher eine sehr gute Arbeit für die Kommune geleistet habe. Hartleb verwies auf die Erfolge, die noch besser herausgestellt werden sollten.

Dies geschah dann auch an Hand einer Power-Point-Präsentation, mit der Wolfram Thein eindrucksvoll auf das bisher Erreichte zurückblickte. Thein hatte sich den Bürgermeisterkollegen aus Untermerzbach, Helmut Dietz, zum Vorbild genommen und von dessen Erfahrungen viel profitiert. Auch der „kurze Draht“ nach Berlin über Sabine Dittmar war u.a. bei der Diskussion um die Strom-Trassen eine große Hilfe. Als Wolfram Thein 2014 zum Bürgermeister gewählt wurde, war sein Anliegen, gerecht und zuverlässig zu agieren. Er war und ist der Überzeugung: Alles was man verspricht muss man auch durchsetzen. Dazu zeigte er an Hand der Präsentations-Folien was er 2014 als Vorhaben benannt hatte und was davon bisher umgesetzt wurde:

  • Punktuelle Dorferneuerung Birkenfeld  
  • Umsetzung Maßnahme Gewässerentwicklungsplan (Verlegung der Weisach)
  • AZV Mittlerer Weisachgrund (Erweiterung und Ertüchtigung der Kläranlage)
  • Weiterentwicklung des Tourismuskonzepts Deutscher Burgenwinkel
  • Rathaus Modernisierung und Sanierung
  • Freibad Altenstein Umkleidebereich und Dachsanierung – Konzept
  • DSL-Ausbau für unterversorgte Gemeindeteile
  • Mischwasserbehandlung und Erneuerung der Kläranlage – Planung Maroldsweisach
  • Anschluss von Bauhof und Alten Bahnhof an das Nahwärmenetz
  • Sanierung Abwasserkanäle
  • Altes Rathaus – Sanierung von Bad und Toiletten – noch nicht umgesetzt
  • Sanierung Feuerwehrhaus Ditterswind – in Umsetzung
  • Abbruch Alte Schule Pfaffendorf
  • Immobilienvermittlung Schloß Ditterswind und Hafenpreppach
  • Betreuung von 45 Asyl-Zuweisungen – 3 Familien wurden ansässig
  • Aufstockung bzw. Sicherung von Arbeitsplätzen (Firma Weiss, Tagebau Zeilberg)

Bei der anschließenden Wahl des Bürgermeister-Kandidaten erhielt Wolfram Teil 100% Stimmenanteil und stellte sich mit den Gästen zu einem Gruppenfoto. (siehe "zur Bilder-Galerie")

Nach einer kurzen Pause wurde die Nominierungsversammlung fortgesetzt mit der Vorstellung der Gemeinderats-Kandidatinnen und Kandidaten sowie der Ersatzleute: 1. Thein Wolfram, Maroldsweisach, 2. Büschel Doreen, Maroldsweisach, 3. Gagel Gerhard, Ditterswind, Harnauer Wolfgang, Hafenpreppach, 5. Reß Günter, Pfaffendorf, 6. Conradi Simone, Eckartshausen, 7. Hartleb Gunther, Maroldsweisach, 8. Ankenbrand Georg, Altenstein, 9. Sauer Thomas, Maroldsweisach, 10. Weidenhöfer Jana, Voccawind, 11. Düsel Stefan, Maroldsweisach, 12. Streng Timo, Geroldswind, 13. Raehse Christian, Birkenfeld, 14. Braun Hilmar, Allertshausen, 15. Weisbrod Ralf, Gresselgrund, 16. Eichler Karsten, Hafenpreppach. Auch die Gemeinderatsliste wurde mit 100 % Zustimmung gewählt.

Bürgermeister und stellvertretender Kreisvorsitzender Helmut Dietz beglückwünschte Wolfram Thein zur erneuten Kandidatur und stellte die Zusammenarbeit heraus beim touristischem Aushängeschild Deutscher Burgenwinkel und der Baunach-Allianz. Wolfram Thein bedankte sich in seinem Schlusswort für das ihn erneut entgegengebrachte Vertrauen und versicherte, dass bei der bevorstehenden Wahlwerbung sein Slogan gelte: „Ein Bürgermeister für alle! Erfahren, gerecht, zuverlässig.“ Er verwies auf den QR-Code auf dem Wahlplakat, der für weitere Informationen gescannt werden kann.

hk

Veröffentlicht am 23.11.2019

Das Wetter spielte mit

Es war ein erlebnisreicher Tag für die Teilnehmer am Ausflug des SPD-Ortsvereins Maroldsweisach nach Fulda und in die Rhön. Bei strahlend blauem Himmel und herrlichen Sonnenschein startete die Gruppe in Maroldsweisach und wurde von dem kundigen Busfahrer auf die Sehenswürdigkeiten der Landschaft und Orte aufmerksam gemacht. Auch wusste er die eine und andere Sage zu erzählen, die den Ursprung für die Namen der durchfahrenen Gegend überliefern, wie etwa die Ringlein-Sage im Grabfeld oder die Herzform des Stadtgrundrisses von Bad Neustadt. In Fulda angekommen erwarteten drei Stadtführer die Ausflügler, um ihnen „die Stadt der kurzen Wege“ näher zu bringen. Dom, Schloß und Rathaus waren die markantesten Ziele der Besichtigungen. Zum Mittagessen trafen wieder alle zusammen im Brauhaus Wiesenmühle, das als Sehenswürdigkeit das größte Mühlrad Europas zeigt.

Das nächste Ziel war die Wasserkuppe, die höchste Erhebung der Rhön. Hier teilte sich die Reisegruppe je nach Interesse und Unternehmungslust auf. Einige nutzten die Möglichkeit, mit einem Sportflugzeug sich die Landschaft von oben anzusehen. Andere genossen bei einem Rundgang den herrlichen Ausblick. Ganz Unternehmungslustige suchten die Sommerrodelbahn auf, und hatten ihren Spaß daran, in rasanter Fahrt voranzukommen. Aber auch bei Kaffee und Kuchen ließen es sich einige gut gehen.

Am späten Nachmittag ging es dann nach Seiferts zur Krenzers-Schaukelterei. Hier konnte ein Blick hinter die Herstellung außergewöhnlicher Produkte aus den Äpfeln der Rhön geworfen werden. Die Verkostung verschiedener Apfelweine, Sekt und sogar Apfel-Sherry führte schließlich dazu, dass im Kernhaus-Laden einige Mitbringsel für zu Hause erworben wurden.

Die Abendeinkehr in Fladungen im Schwarzen Adler war ein gelungener Abschluss des Ausfluges in die Rhön, ehe die Rückfahrt begann. Bürgermeister Wolfram Thein bedankte sich bei allen, die für das Gelingen dieses erlebnisreichen Tages beigetragen hatten. Namentlich erwähnte er die Ortsvereinsvorsitzende Susanne Kastner, die die Fahrt organisiert hat, den Busfahrer für seine interessanten Erklärungen und sichere Fahrweise. Sein Dank richtete sich nicht zuletzt an alle Teilnehmer, die wieder für einen vollbesetzten Bus gesorgt hatten und er sprach den Wunsch aus, dass auch im kommenden Jahr eine solche Fahrt stattfinden kann.

hk

Veröffentlicht am 08.10.2019

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