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SPD Ortsverein Maroldsweisach.

Dreitagesreise nach Hamburg :

Hamburg - Das Tor zur Welt

Hamburg – Das Tor zur Welt

Dreitagesreise mit dem SPD-Ortsverein Maroldsweisach

Freitag 18. – Sonntag 20. August 2017

 

Freitag, 18.08.2017: Anreise mit Mühlen-Museum in Gifhorn

Abfahrt gegen 05:30 Uhr in Maroldsweisach. Die genauen Anfahrtszeiten werden bekannt gegeben, wenn die Zustieg orte durch die Anmeldungen feststehen. Die Fahrtstrecke führt über die Rhön – Fulda – Kassel – Braunschweig nach Gifhorn. Unterwegs ist eine Frühstückspause aus dem Kofferraum des Omnibusses eingeplant. In Gifhorn steht die Besichtigung des Mühlen-Museum auf dem Reiseprogramm. Am frühen Nachmittag setzen wir die Fahrt nach Hamburg fort, wo wir in einem guten Mittelklasse-Hotel erwartet werden. Nach der Zimmerverteilung erfolgt das HP-Abendessen im Hotel.

Samstag, 19.08.2017: Stadtrundfahrt mit Hafenrundfahrt.

Nach dem Frühstück starten wir in Begleitung eines kundigen Gästeführers zu einer dreistündigen Stadtrundfahrt durch Hamburg. Anschließend an die sicherlich interessante Stadtbesichtigungstour machen wir uns auf den Weg nach St. Pauli zu den Landungsbrücken, wo wir mit einer Barkasse eine Hafenrundfahrt unternehmen. Der restliche Nachmittag steht zur freien Verfügung, um z.B. einen Stadtbummel zu unternehmen. Am späten Nachmittag fahren wir zurück ins Hotel. – HP-Abendessen und Übernachtung.

Sonntag, 20.08.2017: Fischmarkt und Rückreise.

Nach einem zeitigen Frühstück und der Verladung des Reisegepäcks geht es gegen 07:30 Uhr nach Hamburg St. Pauli zu einem Bummel über den „Fischmarkt“. Original Hamburger Atmosphäre erlebt man jeden Sonntagmorgen zwischen 05:00 Uhr und 09:30 Uhr auf dem St.-Pauli-Fischmarkt. Hier werden unter anderem fangfrische Fische, Blumen, Gemüse, Trödelkram und Kleintiere, Käse, Backwaren usw. zum Kauf angeboten – ein unvergessliches Erlebnis, das wir nicht auslassen sollten.

Um die Mittagszeit setzen wir die Rückreise über die Autobahnen und Bundesstraßen fort. Eine Abendeinkehr in der heimatlichen Region beschließt unsere Reise nach Hamburg. Rückankunft im Ausgangsort der Reise wird gegen 22:00 Uhr sein.

Die Reisekosten betragen 260 Euro mit allen Eintritten bei Unterbringung im Doppelzimmer mit Halbpension und ca. 70 €uro Aufpreis bei Unterbringung im Einzelzimmer.

Das genaue Reiseprogramm wird bei verbindlicher Anmeldung zugesandt.

Um baldige Anmeldung wird gebeten an Susanne Kastner: E-Mail: susannekastner@gmx.de;

Telefon: 09532/1599; Fax: 09532/1699; Mobil: 0172/2462114

Auf Ihre / Deine Teilnahme freue ich mich.

Susanne Kastner

Bitte überweisen Sie den Reisepreis auf : SPD Reisekonto DE07 7935 1730 0009 2127 54

Hier die aktuellen Preise für Musical-Karten. Falls der Wunsch für den Besuch eines Musicals besteht, bitte umgehend bei Susanne Kastner melden.

Musical "Der König der Löwen" am Samstag, den 19.08.2017 zur Nachmittagsvorstellung
ca. 105,00 € pro Karte (Preiskategorie 3)
ca. 83,00 € pro Karte (Preiskategorie 4)
 
Musical "Aladdin" am Samstag, den 19.08.2017 zur Nachmittagsvorstellung
ca. 93,00 € pro Karte (Preiskategorie 3)
ca. 75,00 € pro Karte (Preiskategorie 4)
 
Musical "Hinterm Horizont" am Samstag, den 19.08.2017 zur Nachmittagsvorstellung
ca. 85,00 € pro Karte (Preiskategorie 3)
ca. 75,00 € pro Karte (Preiskategorie 4)
 
Musical "Ich war noch niemals in New York" am Samstag, den 19.08.2017 zur Nachmittagsvorstellung
ca. 85,00 € pro Karte (Preiskategorie 3)
ca. 75,00 € pro Karte (Preiskategorie 4)
 
Die o.a. Preise sind Ca.-Preise und richten sich nach Verfügbarkeit zum Zeitpunkt der Buchung.
 

Kabarett-Abend

 
 
 

 

Ja, ich will!

Das ist der Titel des neuesten Programms der gefragten oberpfälzer Kabarettistin Lizzy Aumeier.

Aus den aktuellen Scheidungszahlen zu schließen, lohnt es sich nicht mehr zu heiraten, oder Kinder in die Welt zu setzen.
Lizzy Aumeiers bizarre Gedankenwelt entführt Sie auf eine witzige und turbulente Reise, von der ersten Verliebtheit bis hin zum Witwentum.

Musikalisch abgerundet von Svetlana Klimova an der Violine und am Klavier, sowie Lizzy Aumeier am Kontrabass.

Am Freitag, dem 22. September kommt Lizzy Aumeier nach Abersfeld in das Sportheim der DJK (An der Trag 7). Sei dabei, wenn um 20 Uhr der Vorhang aufgeht! Der Einlass erfolgt bereits ab 19 Uhr bei freier Platzwahl, Veranstalter ist der SPD Ortsverein Schonungen.


Erlebe preisgekröntes Kabarett (u.a. Deutscher Kabarettpreis 2010 uns Bayerischer Kabarettpreis 2012) zum Sonderpreis von nur 20? pro Karte.

Lachanfälle werden garantiert!

Vorverkauf: Antworte einfach auf diese Email oder rufe an unter 0151 24095846 - Du wirst es nicht bereuen.

 

Viele Grüße,

Markus Hümpfer

OV-Vorsitzender und Bundestagskandidat


 

 

"Die Flüchtlingskrise - "Schaffen wir das oder schafft sie unsere Bevölkerung"?

„Die Flüchtlingskrise – schaffen wir das oder schafft sie unsere Bevölkerung“

 

Unter dieser Fragestellung hatte der SPD-Ortsverein Maroldsweisach am Freitag, den 20.November zu einem öffentlichen Diskussionsabend eingeladen. Ortsvereinsvorsitzende Susanne Kastner konnte dazu eingangs die beiden Bürgermeister Wolfram Thein, SPD, und Harald Deringer, CSU, begrüßen, sowie ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die im Markt Maroldsweisach zugewiesene Flüchtlinge betreuen. Ihr besonderer Gruß galt dem SPD-Landtagsabgeordneten Georg Rosenthal, der trotz der widrigen Wetterverhältnisse aus Würzburg gekommen war. Susanne Kastner umriss kurz die aktuelle Problematik der Flüchtlingskrise, die gerade im Blick auf die jüngsten Terrormeldungen für Betroffenheit und Verunsicherung in der Bevölkerung geführt hat.

MdL Georg Rosenthal begann sein Referat mit der Feststellung, dass an der Stimmung im Lande die oft einseitigen Medienberichte viel Anteil haben: Eine gute Nachricht wird schnell langweilig. Horrormeldungen und Brandanschläge lassen sich erfolgreicher vermarkten. Aber es gibt sie mehrheitlich die guten Erfahrungen und erfolgreichen Integrationsprojekte. Als langjähriger OB von Würzburg konnte er aus eigener Anschauung berichten, wie in zwei Stadtteilen die Integration so gelungen ist, dass aus Ghettoregionen heute begehrte Wohnviertel geworden sind. Rosenthal stellte fest, dass es ohne das ehrenamtliche Engagement der Bevölkerung nicht geht. Gegenüber Fremden und Ungewohntem gibt es immer zunächst Vorbehalte und Widerstände. Wo diese überwunden werden, gibt es Bereicherung und positive Entwicklung in der Gesellschaft. Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass es immer schon Wanderbewegungen gegeben hat: Die Menschen sind aus ihren Heimatorten dort hingegangen, wo sie Arbeit für ihren Lebensunterhalt gefunden haben. Auch aus Bayern sind lange Zeit Menschen ins Ruhrgebiet gezogen, weil sie dort Arbeit fanden.

Die zahlenmäßig höhere Zuwanderung aus dem ehemaligen Jugoslawien und der Rußlanddeutschen haben wir erfolgreich bewältigt. Die Anwerbung der sog. Gastarbeiter hat zu einer Bereicherung unseres gesellschaftlichen Lebens geführt.  Wer könnte heute sich die Gastronomie vorstellen, ohne die Italiener, Griechen usw..-  Cappuccino, Pizza und italienisches Eis genießen wir  ganz selbstverständlich überall, als wären sie schon immer bei uns üblich.

In der Diskussion wurde von Ängsten und Vorbehalten in der Bevölkerung berichtet. Man sorgt sich, dass die finanziellen Belastungen durch die Aufnahme der Asylbewerber künftig den Staatshaushalt so belasten könnten, dass soziale Standards und der Erhalt der Infrastruktur vernachlässigt würden. Auch die Gefahr höherer Kriminalität und die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt wurden genannt. Rosenthal verwies auf die Feststellung des Bundesinnenministers, dass sich bei den Asylanten keine höhere Kriminalitätsrate ergeben hat. Die oftmals geäußerte Angst vor der Begegnung mit Flüchtlingen ist unbegründet. Auf die Frage, ob jemand schon einmal konkret persönlich vor einem Flüchtling Angst hatte, wurde dies von allen verneint und auf Medienberichte verwiesen, in denen solche Situationen geschildert wurden. Aus dem Helferkreis wurde die Einladung ausgesprochen, Flüchtlingsfamilien aufzusuchen und ihr Schicksal kennen zu lernen.

Aus dem Helferkreis wurden Beispiele von entmutigendem Bürokratismus der Behörden geschildert. Auch die beiden Bürgermeister hatten von Fehlentscheidungen und Organisationsmängel erfahren, waren aber der Meinung, dass man aus Fehlern lernen könne.

Insgesamt wurde festgestellt, dass wir in Deutschland die Probleme um die Flüchtlingsfrage lösen und bewältigen können. Dazu mache uns der Blick auf die positiven Erfahrungen aus der Vergangenheit Mut.

hk

 

 

Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Ditterswind

Am Sonntag, den 22.Februar 2015 fand die Jahrehauptversammlung des SPD-Ortvereins Ditterswind in der Alten Schule  statt. Zu Gast waren u.a. Susanne Kastner und der neue Unterbezirksvorsitzende der SPD-AG 60 Plus, Werner Thein.

Ortsvereinsvorsitzende Elisabeth Endreß konnte mit den Gästen für langjähirge Mitgliedschaft Ehrennadeln und Urkunden überreichen an Karl Gagel für 50 Jahre, an Walter Hufnagel und an Werner Hanel für jeweils 45 Jahre.

 

Mitgliederversammlung am 4.August 2014

Bericht von der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Maroldsweisach

 

Ortsvereinsvorsitzende Susanne Kastner hatte für Montag, den 4.August zu einer Mitgliederversammlung in die Brauereigaststätte Hartleb eingeladen. Für die anstehende Kreiskonferenz im Herbst waren 10 Delegierte zu wählen. Nach Abschluss des Wahlganges konnte Susanne Kastner einen der jüngsten Bürgermeister der Region Tobias Ehrlicher aus Bad Rodach begrüßen. Als er vor gut 2 Jahren ins Amt gewählt wurde, war er gerade 25 Jahre jung. Seit 2008 war der gelernte Betriebswirt bereits Stadtrat und wurde im Herbst 2011  mit 69% als Bürgermeister gewählt. Ehrlicher wollte seinem Namen gerecht werden und ehrlich über seine Erfahrungen im Amt berichten. Er ist gerne Bürgermeister der Stadt Bad Rodach mit ihren zahlreichen Ortsteilen. 6.300 Einwohner zählt die Stadt insgesamt, davon  in der Kerngemeinde 3.700. Ehrlicher betonte, dass er auch für mindestens 3 Wahlperioden Bürgermeister bleiben wolle, da mancher ihn schon für höhere politische Ämter qualifizieren wollte. Andererseits ist die Erwartungshaltung vieler an einen Bürgermeister groß und nicht immer zu aller Zufriedenheit auch zu erfüllen. Der Umstieg aus der Finanzbranche in die Verwaltungs- und Tourismusbranche war nicht ganz einfach. Nach dem Ehrlicher die Struktur seiner Kommune dargestellt hatte, wurden auch gemeinsame Aufgaben, Situationen und Problemfelder der Kommunen angesprochen. Bürgermeister Wolfram Thein schilderte die Ziele der  „Familien freundlichen Kommune“ Maroldsweisach, für die sich Bürgermeister Ehrlicher interessierte. Ehrlicher sprach auch das Flächenmanagement und Leerstands-Management an, in dem 20 Kommune aus Oberfranken, Thüringen und Unterfranken (Untermerzbach) zusammenarbeiten. Ziel ist es, jungen Familien bezahlbaren Wohnraum anzubieten, um den Wegzug in die Ballungsräume umzukehren.

Ehrlicher konnte mit seiner erfrischenden Art des Auftretens  viel Beifall von den Zuhörern ernten. Da er als Autofahrer nur ein „kleines Bier“ aus der Brauerei Hartleb sich genehmigen konnte, gab ihm Susanne Kastner eine 2 Literflasche nach Hause mit. Obwohl es in Bad Rodach 20 Gastwirtschaften gibt, besteht dort keine Brauerei. So lohnen sich gegenseitige Besuche: in Bad Rodach lockt die Therme, in Maroldsweisach das Hartlebs-Bier.

 hk.

 

SPD-Bürgermeisterkandidat stellt sich beim Weinfest des SPD-OV Maroldsweisach vor

Kommunalwahl 2014 - Wolfram Thein wird als Bürgermeister kandidieren

Maroldsweisach: Bei der Kommunalwahl im März 2014 steht die Wahl eines neuen Bürgermeisters für die Marktgemeinde Maroldsweisach an. Wolfram Thein kündigt seine Kandidatur an und möchte die Marktgemeinde Maroldsweisach voran bringen.

In der letzten Vorstandssitzung des SPD-Ortsvereins Maroldsweisach hat Gemeinderat Wolfram Thein seine Bereitschaft erklärt, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren. "Wir freuen uns, dass wir mit Wolfram Thein einen sehr guten Kandidaten für die anstehende Bürgermeisterwahl gefunden haben.", so Susanne Kastner, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins.
Wolfram Thein, Inhaber eines selbständigen Dental-Labors in Maroldsweisach, ist seit 2008 über die Liste der "Jungen Bürger e.V." im Marktgemeinderat vertreten. Dieses kommunalpolitische Ehrenamt erfüllt er mit so großem Engagement und Interesse, dass er die Geschicke der Gemeinde künftig als Bürgermeister weiter gestalten möchte.  
Thein steht mit seinen fast 40 Lebensjahren Mitten im Leben und bringt die notwendige Erfahrung mit, um die Belange der Marktgemeinde positiv mitzugestalten und Verantwortung für die Zukunft vor Ort zu übernehmen. Ein Herzensanliegen ist es ihm, die Gemeinschaft und den Zusammenhalt der Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt des Interesses zu legen.
"Die Probleme und Aufgaben in unserer Kommunen werden auch zukünftig nicht leichter." beschreibt Wolfram Thein die Ausgangslage. "Wir müssen daher unsere Infrastruktur, die Gemeindeentwicklung und den lokalen Tourismus weiter entwickeln, um uns so Zukunftschancen zu erarbeiten."
Thein sieht viele Möglichkeiten, die Lebenssituation in allen Ortsteilen zu verbessern und diese liebens-und lebenswerter zu gestalten. Darüber hinaus müsse die Abwanderung und der Bevölkerungsrückgang zielstrebig in Angriff genommen werden. Dafür müsse unter anderem von der bayerischen Staatsregierung eine bessere ländliche Entwicklungsförderung eingefordert werden, damit den vollmundigen Ankündigungen endlich sichtbare Taten folgen. Selbst Vater, sieht Thein ferner Handlungsbedarf beim Erhalt der örtlichen Bildungseinrichtungen wie Kindertagesstätten, Grund- und Mittelschulen.
"Für die Zukunft der Gemeinde dürfen wir den Erhalt und die Schaffung von handwerklichen und industriellen Arbeitsplätzen nicht aus den Augen verlieren", sagte Thein.
Mit diesen Vorstellungen wird Wolfram Thein als SPD -Bürgermeisterkandidat für den Markt Maroldsweisach antreten. Die offizielle Nominierungsversammlung steht noch nicht fest, wird aber im Laufe der nächsten Monate erfolgen. "Ich freue mich, dass Gemeinderat Wolfram Thein sich als Bürgermeisterkandidat noch stärker für das Wohl der Marktgemeine Maroldsweisach einbringen möchte", so das Fazit der erfahrenen Politikerin Susanne Kastner.



Persönliche Daten:

Wolfram Thein
geb. 28.11.1973 Coburg, verheiratet, 1 Tochter (9 Jahre)

aufgewachsen in Maroldsweisach;

Kindergarten/Grundschule in Maroldsweisach;
weiterführende Schulen Ebern: Abschluss Realschule Ebern,

Zahntechnikerlehre in Bamberg, Meisterschule in München,
seit 1999 selbständiger Zahntechnikermeister im eigenen Dentallabor in Maroldsweisach

Seit 2008 im Gemeinderat,  Mitglied im Bau und Umwelt-, Finanzausschuss und in der Forst-Rechnungsprüfung

seit 2010 1. Vorsitzender Junge Bürger e.V.

 

Weinfest des SPD-Ortsvereins Maroldsweisach am 28.09.2013

 

Weinfest des SPD-Ortsvereins Maroldsweisach mit Fredi Breunig

Am Samstag,den28.September 2013 hatte der SPD-Ortsverein Maroldsweisach zum Weinfest eingeladen. Der historische „große Weinkeller“, wie er im Kaufvertrag über das ehemalige Rittergut Maroldsweisach vom 6. Dezember 1768 bezeichnet wird, bot dazu ein romantisches Ambiente.

Die Ortsvereinsvorsitzende Susanne Kastner hatte mit vielen fleißigen Helferinnen und Helfern die Veranstaltung in der „Kellerburg“ vorbereitet und konnte sich über die zahlreich erschienen Gäste freuen. Besonders begrüßte sie den fränkischen Mundart-Kabarettisten Fredi Breunig, der seit seinem Auftritt bei „Franken sucht den Supernarr“ und der Fastnacht in Franken zur ersten Riege der fränkischen Comedians zählt. Musikalisch wurde der Abend in bekannt stimmungsvoller Art von Markus Schneider mit seinem „Altensteiner Bergexpress“ gestaltet.

Wie im Vorfeld angekündigt, verstand es Fredi Breunig den Franken in die Seele und auf’s Maul zu schauen. Ehe er die Bühne zum ersten Teil seines Auftrittes in der Kellerburg betrat, nahm er an den Tischen Lokalkollerit auf. Dann berichtete er von seiner großen Leidenschaft, den berühmt-berüchtigten fränkischen Dialekt mit seinen grammatikalischen Besonderheiten dem Publikum bewusst zu machen. Ob nun Susanne Kastner als Vizepräsidentin des deutschen Bundestages der Abgeordneten „Betra Bau“ das Wort erteilte oder zwei Gäste das angenommene auffällige Fehlverhalten eines Enkelkindes kommentieren: „Döff doss doss? – Doss döff doss!“ – der fränkische Dialekt hat überraschende Facetten. So stellte Fredi Breunig fest, dass sogar fränkische Wortschöpfungen im Englischen zu finden sind, wie etwa der Begriff „Wellness“. Weil ein alter Rhöner Bauer auf alle fürsorgliche Angebote immer geantwortet hat: „well ness!“ schloss man daraus, dass er sehr zufrieden sei und hat diesen Umstand mit „Wellness“ bezeichnet. Aber manchmal kann der fränkische Dialekt auch zu großem Missverständnis führen, wie das bei der Namensgebung der Bad Könighöfer Therme geschehen sei. Wie kann man in Franken denn mit „Franken Därme“ werben wollen? –

Für die Pause hatte Susanne Kastner noch eine Überraschung angekündigt. Es sollte doch noch etwas politisch  werden: Sie konnte seitens der Vorstandschaft des SPD-Ortsvereines Maroldsweisach für die anstehenden Kommunalwahlen einen SPD-Bürgermeisterkandidaten ankündigen: Wolfram Thein. In einem kurzen Statement stellte sich Wolfram Thein selbst vor. Der Inhaber eines selbständigen Dental-Labors in Maroldsweisach ist seit 2008 über die Liste der „Jungen Bürger e.V.“ Mitglied im Marktgemeinderat und erfüllt dieses kommunalpolitische Ehrenamt mit großem Engagement und Interesse. Er will künftig die Geschicke der Gemeinde als Bürgermeister weiter positiv mitgestalten und Verantwortung vor Ort übernehmen. Sein Herzensanliegen ist es, die Gemeinschaft und den Zusammenhalt der Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt des Interesses zu legen.

Nach der Pause spießte Fredi Breunig die gesellschaftliche Entwicklung auf und verglich heutige Erziehungsmethoden moderner Eltern mit denen früherer Zeiten. So sei heute ein angedrohter Hausarrest völlig wirkungslos, weil eben zu Hause der Computer für genug Unterhaltung sorge. Auch die zahlreichen Klingeltöne der Handys führen zu manchen Irritationen. Fredi Breunig erinnerte an die Vorzüge eines alten Telefons mit Wählscheibe: Da konnte man sich beim Wählen eben noch eine Ausrede überlegen, wie und warum man den Besuch bei der Schwiegermutter absagen könnte… - Es war nicht zu viel versprochen worden in den Ankündigungen: Die Lachmuskeln wurden beim Publikum ordentlich strapaziert. So war man sich einig: so etwas könnte öfters gemacht werden.

hk

 

Jubiläumsfest 150 Jahre SPD

Am Sonntag, den 11.August 2013 feierte der SPD-Ortsverein Maroldsweisach 150 Jahre SPD im Saalbau der Brauereigaststätte Hartleb. Ortsvereinsvorsitzende MdB Susanne Kastner konnte eingangs einige SPD-Kandidatinnen/Kandidaten für die anstehenden Wahlen zum Bundestag, Landtag und Bezirkstag begrüßen: Sabine Dittmar, MdL und Bundestagskandidatin; Matthias Kihn, Kandidat für die Landtagswahl, Bernhard Ruß, Bürgermeister von Sand a. Main,  stellv. Landrat, Bezirksrat und  Landrats-Kandidat; Ewald Simon, Oberweißenbrunn, Bezirksrats-Kandidat.

Neben den bei dieser Veranstaltung zu ehrenden langjährigen Mitgliedern begrüßte Susanne Kastner besonders Ludwig Leisentritt, Stadt- und Kreisrat und  Ehrenbürger der Stadt Zeil, der über die Anfänge der SPD im oberen Haßgau gleich im Anschluss berichten wollte, so wie Altbürgermeister Ottomar Welz und Altbürgermeister Karl Gagel aus Ditterswind. Kastner bedankte sich bei allen Helferinnen und Helfern, die die Veranstaltung vorbereitet hatten.  Mit Blick auf die anstehenden Wahlen in Bayern und im Bund betonte Kastner, dass die SPD eine Politik mit den Menschen mache und nicht über sie hinweg. Mit Sabine Dittmar und Matthias Kihn ist die Region gut vertreten. Für die Kommunalwahl 2014 hält Kastner den Landratskandidaten Bernhard Ruß  für den besseren Kandidaten.

Ludwig Leisentritt, langjähriger Unterbezirksgeschäftsführer der SPD,  schilderte an Hand einer Bildpräsentation die wechselvolle Geschichte der SPD im oberen Haßgau von den Anfängen bis in die Gegenwart. Als 1889 Sozialdemokraten aus Schweinfurt trotz Verbot eine Konferenz im „Hirschen“ in Haßfurt abhielten,  nahmen auch SPD‘ler aus dem Raum Ebern-Maroldsweisach daran teil. Den damaligen Bezirk Ebern beherrschten lange Zeit die Konservativen und Liberalen. Wie schwierig dieses Gebiet für die SPD zu beackern war, wird deutlich, wenn man den Bericht eines Schweinfurter Zeitgenossen liest:  " Die "rote Kavallerie"   das waren sozialdemokratische Radfahrer – „gab es noch wenig.“  Die Bahnverbindung war schlecht. Es bildeten sich kleine Kolonnen, welche auf dem beschwerlichen Wege bis hinauf nach Maroldsweisach „vordrangen, teilweise von Hunden gehetzt, teils recht gut aufgenommen.“ 

Vereinzelnd konnten im Bereich Maro Vertrauensleute gewonnen werden. Die Anhänger der  Arbeiterbewegung waren ständigen Repressalien ausgesetzt. SPD’ler wurden als Demokraten, Hetzer und vaterlandslose Gesellen denunziert. 

Erste sozialdemokratische Spuren lassen sich erstmals in den zwanziger Jahren feststellen. Nach dem ersten Weltkrieg und dem Sturz der Monarchie veränderte sich kurzzeitig die politische Landschaft zu Gunsten der SPD.  In Ditterswind erzielte die SPD bei den Reichstagswahlen im Januar 1919  64 Prozent, in Maroldsweisach sogar 74 Prozent.

In Maroldsweisach wurde 1920 der 1. Mai von der hiesigen sozialdemokratischen Partei sowie von der Gewerkschaft der Basaltsteinwerke durch Arbeitsruhe gefeiert. Im „Blauen Löwen“ fand nachmittags ein Festkonzert mit Ball statt. Ein Umzug wurde nicht veranstaltet.

Im oberen Haßgau gab es 1925 insgesamt 130 Mitglieder in den sechs Ortsvereinen Ermershausen, Ditterswind, Maroldsweisach, Schweinshaupten, Memmelsdorf und Burgpreppach. Der Höhenflug der SPD nach dem verlorenen Krieg war nur von kurzer Dauer. Die Konservativen und die Rechten nutzten sehr bald ihre Positionen, um die verhassten Sozialdemokraten, Gewerkschaften und Kommunisten zu überwachen.

Erst heute geben uns die Unterlagen in den Archiven einen Überblick darüber, wie Sozialdemoraten auch bei uns bespitzelt wurden und unter Aufsicht standen. Der Hofheimer Polizei-Kommissar Meusel legte 1922 ein Verzeichnis über Personen an, "die bei Ausbruch eines Volks-Aufstandes eventuell in Schutzhaft zu nehmen wären".

Die Polizeidirektion Nürnberg Fürth sandte dem Vorstand des Bezirksamtes in Hofheim am 5.3.1928 ein Verzeichnis des sozialdemokratischen Reichsbanners Schwarz- rot- gold, aus dem später die Eiserne Front hervorging. 1928 amtierte immerhin der Sozialdemokrat Hermann Müller als Reichskanzler! Die Eiserne Front kämpfte gegen den konservativen Adel,  gegen die Nazis und gegen die Kommunisten. Daher war ihr Symbol ein Dreizack,  eine Mistgabel, mit der man den „Augiasstall“ ausmisten wollte. Auf der  Liste des Reichbanners 1928 waren 53 Personen aus Ermershausen, Allertshausen, Wasmuthausen, Maroldsweisach, Schweinshaupten, Stöckach, Birkenfeld, Dippach und Ditterswind aufgeführt. Das Verzeichnis liest sich stellenweise wie eine Mitgliederliste der SPD in den 70er und 80er Jahren.

In den Haßbergen hatten sich in den frühen 20er Jahren Freikorpsverbände und Einwohnerwehren etabliert. Das Schloss Wetzhausen war sogar ein Hauptquartier der Freischärler, in welchem sich sowohl der ehemalige kaiserliche General von Ludendorff als auch der berüchtigte Kapitänleutnant Ehrhardt vorübergehend versteckten bzw. Station machten. Selbstverständlich waren im Schloss auch Waffen gelagert. Kapitän Ehrhardt war Gründer der berüchtigten Freikorps-Brigade Ehrhardt die u.a. am Kapp Putsch in Berlin teilnahm. Hernach gründete er den rechtsradikalen Geheimbund Consul, aus dem die Mörder von Erzberger und Rathenau hervorgingen.

Die republikfeindlichen Gruppen in unserem Raum unterstanden seinem Kommando. Die eben genannten Offiziere waren üble Hetzer gegen die Weimarer Republik und Wegbereiter Hitlers.

Hans Dietrich aus Coburg war im Dritten Reich SS-Standartenführer. Er hatte maßgeblich den Aufbau der NSDAP in Coburg organisiert und bis in den oberen Haßgau hinein agitiert. In Pfarrweisach veranstaltete der Jungdeutsche Orden eine Heerschau. Im Schloss Pfaffendorf hatten Ehrhardoffiziere ein Standquartier. Die Angst vor einem Einfall der "Roten aus Thüringen und Sachsen“ war im Raum Maroldsweisach besonders verbreitet, bzw. sie wurde dort bewusst geschürt. Es sind mehrere Übergriffe von Seiten der Freikorpsverbände bekannt.

Der "Fränkische Volksfreund" schreibt am 7.11.1923 über die Situation in Maroldsweisach: „Seit sich die Nazis im oberen Haßgau etablierten gilt der Bereich Maroldsweisach als Problemgebiet für die Sozialdemokratie.“ Später, 1936, verkünden die Nazis, dass Maroldsweisach die Keimzelle der Bewegung im Bezirk Ebern war. Schon 1923 hatte die NSDAP in Maroldsweisach eine Ortsgruppe gegründet.

Die Sozialdemokraten in Schweinfurt standen selbst im Abwehrkampf gegen die Braunen. Eine intensive Betreuung des oberen Haßgaues konnte nicht mehr erfolgen. Aus dem seit 1920 bayerisch gewordenen Coburg war auch keine Hilfe zu erwarten. Aber die Nazis aus Coburg schickten braune Agitatoren ins Eberner Land und insbesondere in den Raum Maroldsweisach.

Im April 1924 sprach in Ditterswind die Genossin Lina Ammon aus Nürnberg, die eine gründliche Abrechnung mit den Rechtsparteien vornahm. Die anwesenden "Deutsch-Völkischen" schwiegen in der Diskussion.

Im April 1923 hielt der Unterbezirk Schweinfurt in Ditterswind eine Konferenz ab bei der der Referent auf die Gefahren der Hakenkreuzhetzer hinwies, die auch "in dieser abgelegenen Gegend ihr Unwesen treiben".

Als der Nürnberger Reichstagsabgeordnete Dr. Hans Vogel 1922 im Gasthaus Petschler in Ditterswind zur politischen Lage im Reich sprach, dürfte das den Ortsverein Ditterswind mit seinen gut 20 Mitgliedern Auftrieb gegeben haben.  Einberufer war  die SPD Ermershausen unter Dr. Konrad Röhrig.

Hans Vogel sollte  zehn Jahre später 1933 den Vorsitz der im Exil wirkenden SPD übernehmen. Er war seit 1931 einer der drei stellvertretenden Parteivorsitzenden. Aus seinen Händen übernahm nach dem Krieg 1946 Kurt Schumacher die Partei.

Eigentlich gab es in Maroldsweisach bereits 1919 eine Sektion der SPD. Die Wiedergründung der SPD in Maroldsweisach erfolgte 1955 auf Initiative von Rudolf Metter. Einer der Pioniere der SPD im Raum Maroldsweisach war der Vorkämpfer Karl Braun. Er machte schon in den 20er Jahren als SPD’ler und Gewerkschaftler von sich reden. Und er stand an der Wiege, als 1955 die SPD in Maro wiedergegründet wurde.

Weitere Gründungsmitglieder sind:

Werner Führ, Dieter Braun, Robert Grüner, Rudolf Dworacek, Hugo Raum, Edmund Triebe, Rudolf Kustos, Kaspar Ebert, Heinz Oeser, Wilhelm Fiedler und Ernst Englert.

Die Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins   Maroldsweisach seit der Wiedergründung  waren

  •    Werner Führ                     1955-1964
  •    Ottomar Welz                    1964-1966
  •    Alfons Edelmann             1966-1978
  •    Werner Thein                   1978-1997
  •    Gerd Hörhold                   1997-2003
  •    Werner Thein                   2003-2008
  •    Gerald Welz                      2008-2010
  •    Herbert Baum                  2010-2011
  •    Christian Günther           2011-1913
  •    Susanne Kastner             2013-

Blenden wir jetzt zurück!

Als im 3. Kriegsjahr 1941 ein kleiner Bub namens Johannes mit seinem Bruder Hartmut aus Wuppertal im Rahmen der Kinderlandverschickung in Maroldsweisach untergebracht wurde, konnte niemand ahnen, dass aus dem kleinen Johannes mal ein Spitzenpolitiker der deutschen Sozialdemokratie werden sollte, ja -  sogar einmal das höchste Staatsamt der Bundesrepublik begleiten würde. Erstmals besuchte „Bruder Johannes“ 1980 anlässlich des 25jährigen Bestehens die SPD Maroldsweisach, die  im Landkreis als „roter Fels in schwarzer Brandung“  galt – und vielleicht bald wieder gilt.

1985 veranstalte man mit Rau eine Großkundgebung, zu der auch ein Bus aus dem Steigerwald eingesetzt wurde.     

Der damalige Ministerpräsident von NRW zog unzählige Bürgerinnen und Bürger an. Vor der Brauerei Hartleb fand die Begrüßung statt. Die Veranstaltung im Hartlebs-Saal hat Ludwig Leisentritt einige  graue Haare gebracht. Denn er wollte, dass Johannes Rau beim Einmarsch in den Saal mit seinem Marsch „Glück auf – der Steiger kommt!“ begrüßt wird. Die Weisachtaler hatten nicht die Noten für ihre Musiker parat. So hatte Leisentritt sich diese bei seinem Vetter Dietlein, von der Jugendblaskapelle Zeil ausgeliehen. Er kann keine Noten lesen und wusste daher nicht, dass es eine Art Ouvertüre zu diesem Marsch gibt, die aber zumeist nicht gespielt wird.  Als Rau durch den Saal schritt, spielten sie – für seine Ohren - was ganz anderes. Erst auf der Bühne als Rau auf dem Stuhl saß, schmetterte dann die Kapelle die bekannte Melodie. Also viel zu spät.

Kurz nach der erfolglosen Bundestagswahl 1980 fuhren SPD‘ler wieder einmal auf Einladung von Hans de With für drei Tage in die Bundeshauptstadt nach Bonn. Mit dabei war auch Susanne Kastner.

Am zweiten Tag erzählte Leisentritt  ihr, dass die SPD  für die nächste Bundestagswahl eine bodenständige Kandidatin bräuchten, also mit Stallgeruch und ob sie nicht Interesse hätte. Ohne lange zu überlegen sagte sie zu: „Ja, ich würde das machen!“ Später sagte Heiner Schneier einmal: „Warum hat sie das nicht schon früher gesagt!“  In den Gliederungen der Partei war Susanne bereits seit langem fest verankert. Man kann bei ihr auch von einer wahren Ochsentour sprechen. Wobei sie weniger über die Frauenschiene sondern mehr über die Partei Respekt und Ansehen gewann.

Von einer bundespolitischen Kariere war damals noch nicht die Rede. Die Nominierung von Susanne für die vorgezogenen Bundestagswahl 1983 war dann nur eine Formsacke.  Mit Platz 30 auf der Landesliste misslang der erste Anlauf nach Bonn wie der von Heiner Schneier und Irmgard Lücke.

Als Neuling musste man früher – vielleicht auch noch heute mindestens zwei Mal antreten und auflaufen. Bei der darauffolgenden Bundestagswahl 1987 trat Susanne mit einem Listenplatz an, der bei einem durchschnittlichen Ergebnis ein Mandat gebracht hätte.

„Hätte, hätte, Fahrradkette!“, würde heute Peer Steinbrück sagen.

Tatsächlich: Die Hochrechnungen für Bayern gingen bis Mitternacht davon aus, dass der Kastner Platz 25 zum Zuge kommt. Die Stimmung bei den Wahlpartys im Wahlkreis steigerte sich enorm.

Es gab die ersten Interviews mit den Zeitungen. Doch dann trudelten weit nach Mitternacht die Endergebnisse aus München ein, wo die SPD gegen den allgemeinen Landestrend, schwer eingebrochen war.  Als wir früh aufstanden war der Platz 25 plötzlich eine Niete. Ihr kennt es von den Losen bei Straßenfesten:  „Leider nicht gewonnen!“

Und das schlimmste: Eine Heimatzeitung verkündete am Montag euphorisch ihren Lesern den Einzug Susanne Kastners in den Deutschen Bundestag.

Liebe Freunde! Wer so etwas durchgestanden hat, ist auch für künftige Schicksalsschläge gestählt.

Die Landespartei in München gab sich kleinlaut. Spitzenleute vom Landesverband kamen in den Wahlkreis um uns zu beruhigen.  Wir im Wahlkreis schimpften über die Münchner SPD, die trotz ihres Debakels aufgrund ihrer guten Listenplätze fast alle Kandidaten durchbringen konnte.

Ein gütiges Schicksal sorgte dann dafür, dass die Berliner SPD im Januar 1989 siegreich aus der Wahl zum Abgeordnetenhaus hervorging. Walter Momper holte die Bundestagsabgeordnete Anke-Martiny, damals noch mit dem Zusatz „Glotz“, - als Kultursenatorin in den Senat.  Als Anke vier Jahre vorher 1985 in Maro war, konnte niemand  ahnen, dass Anke Martiny Susanne 4 Jahre später den vorzeitigen Einzug in den Bundestag ermöglichen wird. Rein rechtlich hätte die Anke ihr Bundestagsmandat behalten können. Ein Glück, dass der Deutsche Bundestag damals noch nicht in Berlin sondern im fernen Bonn tagte. Sonst hätte sie ihr Mandat wohl behalten.

Leisentritt zeigte ein Plakat, auf dem wurde die Grenze mitten durch Deutschland dargestellt und der Wunsch nach der Deutschen Einheit zum Ausdruck gebracht. Obwohl Johannes Rau einmal bei einer Rede in Maro bezweifelte, dass wir die Wiedervereinigung noch erleben werden, kam sie unverhofft 1989. Am 30.Dezember 1989 standen die Kreisräte der SPD  bei bitterer Kälte vor dem geöffneten Grenzübergang bei Hellingen. Auf einem gezeigten Foto war auch der NVA-Mann Manfred Schurg zu sehen, der später nach Heldburg verzog und  seine Pistole gegen einen Maurerhammer umtauschte.

„Eines Tages, ich hatte Ottomar Welz für einen Dachumbau beauftragt, hockte der VOPO, wie ich ihn damals nannte plötzlich auf meinem Hausdach. - So schön kann manchmal Politik sein!“ stellte Leisentritt fest.

MdL Sabine Dittmar stellte in ihrem Referat die Frage: „Sind Gesundheit und Pflege in Zukunft  noch bezahlbar?“  Sie schilderte die prekäre Situation der ärztlichen Versorgung  im ländlichen Raum.  Lösung gibt es nur, wenn gleicher und wohnortnaher Zugang zu medizinischer Versorgung und Pflege und gleiche Teilhabe am medizinischen Fortschritt gesichert sind.  Denn soziale Spaltung in der Gesundheitsversorgung bedroht die Zukunft unserer Gesellschaft als Ganzes. Darum muss die Finanzierung durch Beiträge verlässlicher werden – und gerechter. Mit der Bürgerversicherung sollen alle Bürgerinnen und Bürger, unabhängig von ihrem Einkommen, ihrer Lebenslage oder ihrem Erwerbsstatus, eine gute Kranken- und Pflegeversicherung bekommen. Gleiche solidarische Wettbewerbsbedingungen für alle Krankenkassen sind hierfür die Voraussetzung. Man soll nicht mehr versprechen als man halten könne. Im Blick auf die angekündigten Steuererhöhungen habe sie einmal nachgerechnet. Wenn jemand 80.000 € Jahreseinkommen habe und ganze 28 € mehr Abgaben im Jahr zahlen müsse sei das eher zumutbar. Wenn sie im September vom Wähler nach Berlin geschickt werde, will sie sich schwerpunktmäßig der Gesundheitspolitik widmen.

Geehrt wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft Hilmar Braun, Therese Bayer, Gertrud Düsel und Adelheid Häfner, sowie für 50 Jahre Werner Oeser. Anwesend war Adelheid Häfner. Ihr gratulierten Ortsvereinsvorsitzende MdB Susanne Kastner, Bundestagskandidatin Sabine Dittmar, Landratskandidat Bernhard Ruß und Landtagskandidat Matthias Kihn. Anschließend war man noch in gemütlicher Runde zusammen, wobei sich die Kandidaten zu Gesprächen anboten.

hk

 

Ortsvereinsvorsitzende MdB Susanne Kastner eröffnet das Jubiläumsfest

 

Ludwig Leisentritt bereitet sich auf sein Referat vor

 

Ludwig Leisentritt referiert über die Anfänge der SPD im Oberen Haßgau

 

Interessierte Zuhörer im Saalbau Hartleb

 

Adelheid Häfner wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft in der SPD geehrt

 

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